Redebeitrag Fridays For Future

Tiere sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Sie leben ins unseren Wohnungen, schlafen in unseren Betten und haben Namen. Sie sind zu unseren Familienmitgliedern geworden.

Während wir uns also fast alle ohne zu zögern für den Schutz von Haustieren stark machen, ignorieren wir die tägliche Ausbeutung von Millionen sogenannter Nutztiere.

Wir essen ihr Fleisch, tragen ihre Haut und trinken ihre Milch.

Die Industrie möchte uns glauben lassen, dass diese Produkte von glücklichen Weidetieren kommen, die von ebenso glücklichen Landwirt*innen liebevoll betreut werden.

Die Realität ist eine andere. Auf engstem Raum, krank, misshandelt, in ständiger Angst – das ist kein würdevolles Leben!

Darüber hinaus beuten wir nicht nur Tag für Tag Tiere aus, sondern auch Menschen. Diese Menschen arbeiten für Dumpinglöhne, ohne Schutz, machen eine Arbeit für die wir uns viel zu schade sind. Und wofür? Dafür, dass wir Unmengen an tierischen Produkten in den Müll werfen.

Und weil uns das Ausbeuten von Lebewesen noch nicht genug ist, beuten wir auch noch unseren Planeten aus.

Aber was hat unser Fleischkonsum mit dem Klima zu tun?

Die Massentierhaltung belastet nicht nur Luft und Wasser, sie verschwendet auch unnötige Mengen an Energien und Ressourcen. Fast 15% der Treibhausgasemissionen wird durch die Nutztierhaltung verursacht.

Unterschieden wird dabei zwischen direkten und indirekten Emissionen.

Die direkten Emissionen beziehen sich nur auf Treibhausgase, die durch Haltung und Fütterung der Nutztiere freigesetzt werden. Sowohl Methan, als auch Lachgas haben ein deutlich höheres Treibhauspotenzial als CO2. Da der Fleisch- und Milchkonsum weltweit steigt, steigen auch diese Emissionen weiter an.

Auf der anderen Seite stehen die indirekten Emissionen, verursacht durch das Roden von Wäldern und anderen schwerwiegenden Eingriffen in die Natur. Diese zerstören nicht nur unser Klima, sondern rauben anderen Menschen Nahrung und Lebensraum.

Zuletzt bleibt eine Frage offen: Was können wir dagegen tun?

Nur ein einziger Tag ohne Fleisch in der Woche würde Einsparungen von klimaschädlichen Gasen in der Höhe eines Kohlekraftwerks bedeuten.

Ich rufe euch dazu auf: Schränkt den Konsum tierischer Produkte ein, damit für alle ein würdevolles Leben machbar ist.

Bis jeder Käfig leer steht.